„Essen, wo es hingehört!“

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Bild Beitrag ErntedankfestDas zum Erntedanksonntag von vielen Menschen im Pfarrverband Heideck, Laibstadt und Liebenstadt gespendete Obst, Gemüse, Eier, Nüsse sowie viele Gaben aus aller Welt hat Stadtpfarrer Dr. Josef Schierl auch in diesem Jahr wieder der Rother Tafel zur Verfügung gestellt. Ein großer Transporter war wieder notwendig, um alle gespendeten und gesegneten Gaben abzuholen. Der Logistiker der Rother Tafel, Olaf Buhle und sein Mitarbeiter Martin Tomschi, freuten sich über so viele Früchte aus den Gärten und Feldern der Region. Er wies darauf hin, dass die Erntedankgaben neben der Sammlung im Pfarrverband Heideck auch von Roth, Büchenbach und Alfershausen zur Verfügung gestellt werden. Die zum Erntedankfest gespendeten Waren werden noch in dieser Woche an bedürftige Personen in Roth und in der Außenstelle Hilpoltstein verteilt. Die Tafel Roth versorge derzeit 275 Kunden mit 450 Personen in Roth und 180 Personen in Hilpoltstein. Die Ausgabestelle in der Friedrich-Ebert-Straße 12 in Roth verteilt die Waren jeden Samstag ab 16.00 Uhr an hilfsbedürftige Familien. In Hilpoltstein ist der Ausgabetag am Mittwoch ab 14.00 Uhr am Eisvogelweg 3. Die im Laufe des Jahres von der Tafel angebotenen Lebensmittel stammen überwiegend von Geschäften des Einzelhandels, von Supermärkten, Privatkunden und regionalen Bauern. Auch etliche Familien geben immer wieder Sachen ab, die allesamt rasch verteilt werden. Die Bedürftigkeit wird, so Olaf Buhle, laufend geprüft. Berechtigte Personen bzw. Familien erhalten einen Tafelausweis, der Auskunft darüber gibt, für wen und für wie viele Personen eine Zuteilung erfolgt. Nur mit dem Tafelausweis können Berechtigte Waren abholen. Dadurch werde sichergestellt, dass die Ärmsten der Armen etwas bekommen, das sie sich sonst nicht leisten könnten. Die Verteilung erfolge also punktgenau nach dem Motto der Rother Tafel „Essen, wo es hingehört!“ Olaf Buhle schilderte dazu eine lustige Begebenheit bei der Austeilung der Waren. Es sei einmal ein Äthiopier zur Tafel gekommen und wollte etwas Käse haben. Man habe ihm eine Packung Emmentaler Käse angeboten, die er ablehnte. Seine Begründung war: „Den Käse möchte ich nicht, der ist schon zu alt, der hat schon lauter Löcher!“ Er hat sie aber letztlich mitgenommen, als er hörte, dass dieser Käse so hergestellt wird. Stadtpfarrer Dr. Josef Schierl bedankte sich bei allen Menschen im Pfarrverband, die all diese Gaben in die Kirche gebracht hatten. Er machte dabei nochmals deutlich, dass wir Christen uns zum Erntedankfest immer besonders für Gottes reiche Schöpfung und die guten Gaben der Natur und Ernte bedanken sollten. Die geleisteten Spenden seien einmal mehr ein großes Zeichen der Solidarität mit hilfsbedürftigen und notleidenden Menschen vor Ort, sagte Schierl abschließend.