40-jähriges Jubiläum des Heidecker Skiclubs

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Rund 40 Jahre ist es her, dass der Skiclub Heideck gegründet wurde, nämlich genau am 31. März 1977. Jakob Buckenlei, Maximilian Peschke und Reinhard Wechsler waren die Gründungsväter des Vereins gewesen, der bald zum zweitgrößten in der Stadt Heideck herangewachsen war und zu einem der mitgliederstärksten Wintersportvereine im Skiverband Frankenjura (SVF) avancierte. Das Gründungsjubiläum wurde nun gehörig in der festlich geschmückten Stadthalle Heideck gefeiert. An Stellwänden war die Vereinsgeschichte mit einer Vielzahl von Fotografien dokumentiert. Auf der Bühne war historisches Wintersportgerät versammelt, darunter Holzskier mit Lederriemenbindung, Lederskistiefel und Holzschlitten. Blickfang war eine ausgediente Liftgondel. Fast 200 Mitglieder und Gönner waren gekommen. Für die Kinder gab es ein eigenes Spiel- und Malzimmer. Es war gewissermaßen ein Familienfest, zu dem manche von weither angereist gekommen waren. Im Mittelpunkt des Abends standen die Vereinsvorsitzende Luise Köstler und das Gründungsmitglied und früherer Vorsitzender Jakob Buckenlei.

Nach Sektempfang und gemeinsamem Abendessen trat Eddy Görl als Moderator ans Rednerpult. Er dankte dem Organisationsteam für die geleistete Arbeit und gab das Wort an die 1. Vorsitzende Luise Köstler weiter. Sie hieß die Vertreter aus Politik und Vereinen, die Förderer und natürlich die Mitglieder des Skiclubs herzlich willkommen. Sie blickte auf 40 Jahre Skiclub zurück, in denen sich der Verein stets familienfreundlich und am Breitensport orientiert gezeigt hatte. Gesellschaftliche Werte, aber auch Teamgeist und Kameradschaft seien vermittelt worden, wobei erfolgreich Leistungssport betrieben wurde. 13 engagierte Übungsleiter betreuen gerade auch Kinder und Jugendliche. Alle Erfolge seien dem Engagement und dem Idealismus der vielen Ehrenamtlichen zu verdanken. Luise Köstler dankte der Stadt Heideck für die stets unbürokratische Unterstützung. Bereits 1987 konnte man einen leistungsfähigen Skilift am Rudletzholzer Hang errichten. (Scherzhaft wurde er auch St. Rudletz genannt). Ihr besonderer Dank galt den Gründungsmitgliedern und den vielen Förderern. Bei den Skiclubaktivitäten konnte sie eine lange Liste aufzählen: Tagesskifahrten und Skifreizeiten, Skikurse, Ausrichten der Heidecker Stadt- und Vereinsmeisterschaften, Kinderskitag und Kinderolympiade, Skivergleichskämpfe mit benachbarten Vereinen, Bau eines Skilifts samt Skihütte, Skibasare, Übungsleiter- und Kampfrichterausbildung, Skigymnastik für alle Altersgruppen, Theateraufführungen zur Finanzierung des Skilifts, Nordischer Skilauf und Skiwanderungen, Anlegen einer Langlaufloipe, Skihochtouren, Radtouren, Wanderwochenenden, Klettern, Segeln, Paddeln, Inlineskaten, Knoblauchfeste, Teilnahme am Heimatfestzug und am Weihnachtsmarkt und mehrere Jahre das Stimmungsnest beim Challenge am Selingstädter Berg. Dort betreut der Skiclub seit über 30 Jahren auch die Verpflegungsstation für die Triathleten. Großer Dank galt dem Organisationsteam dieser Veranstaltung, nämlich Katrina Neumann, Heidi Geißendörfer, Gertrud und Maximilian Peschke, sowie Jakob Buckenlei, die dem Jubiläumsabend einen würdigen Rahmen gegeben hatten.

Mit gewohnt humorvollen Worten gratulierte Landrat Herbert Eckstein dem Verein. „Wer ist vor 40 Jahren schon zum Skifahren gekommen?“, überlegte er. Es sei zu kostspielig gewesen. Allenfalls habe es Schulskikurse gegeben. Erst Vereine wie der Skiclub hätten vielen Menschen diesen Sport ermöglicht. Sogar viele Rother seien damals dem Heidecker Verein beigetreten. In rätselhaften Worten spielte er dann auf eine Frau an, über die eine Art schriftlicher Liebeserklärung bei ihm eingegangen war, in der all die Verdienste aufgezählt worden waren. Dann lüftete er das Geheimnis und würdigte in einer locker gestalteten Laudatio die besagte Dame, nämlich Luise Köstler, die mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten bedacht worden ist. Die Hilpoltsteinerin ist seit 20 Jahren die engagierte 1. Vorsitzende des Skiclubs Heideck. Sie ist mit Planung und Ausführung der bereits genannten Vereinsaktivitäten betraut. Darüber hinaus ist sie seit 20 Jahren für den Skiverband Franken Jura tätig. Schriftführerin, Helferin beim Sicherheitsteam beim Skiweltcupfinale und Mitarbeit bei der Weltmeisterschaft 2011 sind hier zu nennen. Besonders der Challenge Triathlon Roth ist ein weiteres Betätigungsfeld. Hier sind jahrelange Organisation der Verpflegungsstelle am Selingstädter Berg und Wettkampfleiterin für die Endversorgung der Triathleten in Roth aufzuführen. Der Hilpoltsteiner Bürgermeister Markus Mahl war eigens angereist, um die Bürgerin seiner Stadt zusammen mit Landrat Eckstein, Heidecks 2. Bürgermeister Dieter Knedlik und Jakob Buckenlei zu ehren. „Nichts davon ist gelogen. Es gäbe noch viel zu erzählen“, fügte Jakob Buckenlei hinzu. Von dieser Ehrung völlig überrascht, bedankte sich Luise Köstler mit herzlichen Worten.

Der Landtagsabgeordnete Volker Bauer ist Mitglied des Heidecker Skiclubs. St. Moritz sei für viele Skibegeisterte nicht leistbar, so stellte er fest, Rudletzholz dagegen sei gewissermaßen unbezahlbar, denn dort würden günstige Angebote gemacht. Hier gebe es einen unbezahlbaren Mehrwert und Menschlichkeit. Als Dank überreichte er einen Gutschein im Gegenwert von eintausend Euro.

In Vertretung des im Urlaub weilenden Bürgermeisters Ralf Beyer gratulierte sein Stellvertreter Dieter Knedlik zum Vereinsjubiläum. Gerade auch die geleistete Jugendarbeit sei für eine Stadt sehr wichtig. Der Gutschein für 100 Liter Bier war sicher für die erwachsenen Vereinsmitglieder gedacht.

Georg „Schorsch“ Wittmann ist der Präsident des Skiverbands Frankenjura. Er erinnerte an die Namen der Vielen, die sich um den Skiclub verdient gemacht haben. Im Skiverband Frankenjura zeichne sich ein Mitgliederschwund ab, der sowohl auf den Klimawandel, aber auch auf Kostensteigerungen zurückzuführen sei.

Nun schloss sich ein wahrer Ehrungsmarathon für rund 100 langjährige Vereinsmitglieder an. Darüber wird eigens berichtet werden.

Aber noch war der Abend lange nicht zu Ende. Etliche Mitglieder hatten sich als Models mit historischer und aktueller Skikleidung gewandet. In Form der Moritatensänger trugen sie lustige Reime übers Skifahren und über Après Ski vor: „Mir gehn zum Skifahrn heit, des wird a Superfreid.“ Begleitet wurden sie von der Gruppe „D’Hundskrippln“, die auch im weiteren Verlauf des Abends für gute Stimmung sorgte.