Nachbesprechung zur Jugendzukunftswerkstatt

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Am 17. November hatten sich rund 30 Jugendliche im Bürgersaal des Heidecker Rathauses versammelt, um ihre Vorstellungen von einer modernen Stadt zu präsentieren. Jetzt waren fast ebenso viele zu einem Nachtreffen bei dieser Jugend-Zukunftswerkstatt gekommen. Dass Bürgermeister Ralf Beyer und seine beiden Stellvertreter Maria Brunner und Dieter Knedlik mit dabei waren, bewies, wie ernst die Stadt die Anliegen der Jugendlichen nimmt. Heute nun sollten sie den Versammelten Rede und Antwort stehen.

Am Vorabend des Nikolaustags verteilte Birgit Lang, die kommunale Jugendpflegerin vom Kreisjugendring Roth, zunächst kleine Schokoladennikoläuse. „Was hat euch heute besonders hierher getrieben?“, fragte sie in die Runde. Wie schon beim letzten Treffen, wurde der Wunsch nach einem Jugendtreffpunkt geäußert, sowie die schlechten Busverbindungen bemängelt. Loredana wünschte sich mehr Busse, Michael forderte verbilligte Schülerkarten auch ab der zehnten Klasse. Bürgermeister Beyer stellte in Aussicht, dass ab September 2018 eine Verbesserung hinsichtlich des Busfahrplans eintreten werde, allerdings habe man hier nicht allzu viele Einflussmöglichkeiten. Sylvan schlug vor, im Keller des Hauses Benedikt einen Jugendtreff, wie schon früher einmal, wieder einzurichten. 2019 soll das Haus umgebaut werden. Dann könne man den Architekten mit einbeziehen, schlug Dieter Knedlik vor. Auch solle im kommenden Jahr das Lokal „Zweigstelle“ in der Bahnhofstraße wieder eröffnet werden. Sophia würde sich über ein Tierheim freuen, damit sie Tiere umsorgen könnte. Der Bürgermeister erinnerte an die Kosten einer solchen Einrichtung. Er schlug vor, im Bürgerblatt ein Angebot über „Gassigehen“ auszuschreiben, sodass sich Hundebesitzer melden könnten, die ihre Tiere stundenweise abgeben würden. Bemängelt wurde der Zustand des Bolzplatzes im Ortsteil Seiboldsmühle. Ein Kunstrasen wurde gewünscht, der allerdings zu teuer käme. Das Problem sei die Pflege, die keiner übernehmen wolle. Bürgermeister Beyer nahm auch die Jugendlichen in die Pflicht. Sie sollten hinsichtlich eines Jugendtreffs und der Ausgestaltung des Bolzplatzes sich in anderen Orten umschauen und konkrete Vorschläge machen.

Elena möchte gerne Parties veranstalten, auch für Jüngere. Das gab es bereits einmal, erfuhr sie. Wegen schlechter Besuchszahlen habe man das Vorhaben eingestellt. Auch seien dann Ältere gekommen. Immer spiele auch das Jugendschutzgesetz eine Rolle. „Wer würde eine Party mit organisieren?“, fragte Birgit Lang. Nur wenige Finger gingen hoch. Aber man könne ja mit dem „Stammtisch Fanny“, dem früheren Veranstalter, noch einmal reden.

Abschließend wurden vier Arbeitsgruppen gegründet: Bus-, Party-, Bolzplatz- und Tiergruppe. Im nächsten Januar werden sie erneut zusammenkommen, um über Ergebnisse und weiteres Vorgehen zu beraten.