Gehölzpflegearbeiten rund um die „Alten Eichen" nördlich von Heideck

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Bild Beitrag GehoelzpflegearbeitenEine alte Eiche ist ein ganzer Lebensraum für sich: da die Eichen schon lange vor der letzten Eiszeit im heutige Europa zu finden waren, konnte sich ein Gefüge von Arten um die Eiche entwickeln, wie es heute kaum eine andere heimische Baumart aufweisen kann. Man nimmt an, dass ungefähr 1500 Tierarten allein von Eichen abhängen oder einen Nutzen von dieser Baumgattung haben. In Deutschland sind Stiel-, Trauben- und die seltene Flaumeiche heimisch. Der Erhalt des Lebensraums Eiche ist daher für den Erhalt der Artenvielfalt von besonderer Bedeutung. Zudem sind diese Riesen durch ihr langes Alter und ihre lang andauernde Standfestigkeit für die Landschaft in unseren Breiten prägend.

Rund 20 alte und wertvolle Eichen stehen nördlich von Heideck, auf einer ehemaligen Hutefläche. Hutung bezeichnet eine Fläche auf der traditionell „gehütet“, also mit Rindern, Schafen und Ziegen oder anderen Tieren beweidet wurde. Hier haben sich die Eichen ursprünglich als Einzelbäume mit entsprechend breiter und niedrig angesetzter Krone entwickelt, spendeten den Weidetieren Schatten und hatten ausreichend Licht, Wasser und Nährstoffe zur Verfügung. Aus der ehemaligen Weidefläche hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Gehölz entwickelt. Die alten Eichen werden nun von anderen Sträuchern und Bäumen bedrängt und beschattet. Äste der Baumriesen, die nur noch im Schatten anderer liegen, erhalten zu wenig Licht und sterben ab. Die Vitalität der alten Bäume leidet, und das bei einem Alter von ca. 200 bis 300 Jahren, welches erst dem Alter eines 30-40 jährigen Erwachsenen entspricht. Und Eichen können über 1.000 Jahre alt werden.
Hier setzen Landschaftspflegeverband Mittelfranken und die Stadt Heideck, unterstützt durch das Landratsamt Roth und die Regierung von Mittelfranken gemeinsam an. Zum Erhalt der alten Eichen sollen Konkurrenzbäume und -sträucher gezielt entfernt bzw. auf Stock oder Kopf gesetzt werden. Ziel ist es wieder Licht ins Dunkel zu bringen, sodass die Alten Eichen vital bleiben und langfristig als Zeitzeugen und Lebensraum für geschützte Arten z.B. höhlenbrütende Vögel, Käfer und Fledermäuse zur Verfügung stehen. Die Gehölzpflegearbeiten werden im Januar und Februar 2018 durchgeführt. Die Maßnahme findet im Rahmen des Projektes „Erhalt von Alteichen im Landkreis Roth“ statt, welches aus Mitteln des Bayerischen Umweltministeriums über die Regierung von Mittelfranken gefördert wird. Sie ist Teil der Bayerischen Biodiversitätsstrategie.

Haben Sie Fragen? Melden Sie sich gerne beim Landschaftspflegeverband Mittelfranken, Nicole Menzel, Tel.: 0981/4653-3527, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bei der Stadt Heideck, Marius Bär, Tel.:09177/4940-30, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.