Verleihung der Stadtmedaille 2018

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Heideck Stadtmedaillen MedaillenempfaengerZum ersten Mal wurden die Stadtmedaillen in Heideck in einer eigenen Feier verliehen und nicht, wie bisher üblich, bei dem jährlichem Neujahrsempfang. Bürgermeister Ralf Beyer begrüßte die Empfänger und ihre Angehörigen, sowie Vertreter aus Politik und der Kirchen im Bürgersaal der Stadt.

Die junge Harfenistin Francesca Manzetti eröffnete die Feier, indem sie „Blaue Diamanten“ auf ihrem Instrument funkeln ließ. Auch den weiteren Abend bereicherte sie mit ihrem virtuosen Spiel. Diamanten gab es bei dieser Ehrung nicht, dafür aber Stadtmedaillen, sieben Mal Bronze und zwei Mal Silber, samt Urkunden. Bürgermeister Beyer gab zunächst die Kriterien bekannt, nach denen die zu Ehrenden ausgewählt worden waren: „Die Stadt Heideck ehrt Personen, die über ihre eigentliche berufliche Aufgabe und über das normale Maß hinaus über Jahre hervorragende Leistungen für die Bürger Heidecks unentgeltlich erbracht haben.“ Zum ersten Mal waren auch Personen zugelassen, die zwar nicht in Heideck wohnen, dafür aber zum Wohle der Stadt ehrenamtlich tätig sind. Außerdem ist es nun möglich, ganze Gruppen zu ehren.

„Erinnerungen“ interpretierte Francesca Manzetti als nächstes, und der Bürgermeister erinnerte im Anschluss in seiner Laudatio an die Verdienst der Medaillenempfänger. Zunächst gab es die Bronzemedaillen.

Da war zuerst Bernhard Fenzel an der Reihe. Er ist bereits seit 2004 Vorstand der DJK Laibstadt und kümmert sich besonders um die Jugendarbeit und um die Nachwuchsförderung. Seit kurzem wird eine Judoabteilung für Kinder im Verein angeboten. Verbesserungen im Vereinsheim und auf dem Sportplatz sind mit sein Verdienst, ebenso der Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die Kreisklasse.

Reinhold Lang ist seit 37 Jahren als aktives Wehrmitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Heideck tätig. Seit 1992 hat er verschiedene Ämter inne, darunter als Zugführer und stellvertretender Kommandant. Viele Festlichkeiten wurden unter seiner Regie ausgerichtet. Die wohl größte Aufgabe wird noch auf ihn zukommen, wenn er im Jahre 2021 die 150-Jahr-Feier der Feuerwehr zu organisieren hat.

Über drei Jahrzehnte gehört Helga Schütz dem Skiclub Heideck an. Zusammen mit ihrem Mann Roland war sie das Gründungsmitglied und ist „die gute Seele“ des Vereins. Nicht nur beim Skilift am Rudletzholzer Hang, sondern auch bei Veranstaltungen ist ihre zuverlässige Hilfe immer geschätzt. Vierzehn Jahre lang war sie zudem in der Vorstandschaft engagiert.
Markus Steib ist inzwischen als „Heidecker Nachtwächter“ bestens bekannt. Seine Führungen, die er mit heiteren Anekdoten bereichert, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Zusammen mit Eva Schultheiß und Werner Wildner hat er dafür die Geschichte Heidecks aufbereitet. Außerdem war er 19 Jahre lang als Abteilungsleiter in der Sparte Triathlon beim TSV Heideck tätig und hat zudem den Heidecker Kindertriathlon und andere sportliche Veranstaltungen organisiert. Die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr und beim Stammtisch Fanny kommt noch dazu.

Franz Trost aus Tautenwind ist seit 37 Jahren in der Vorstandschaft im dortigen Pfeifenklub engagiert und für alles zuständig, was mit Werkzeugen und Material zu tun hat. Sobald im Dorf Hilfe benötigt wird, ist er zur Stelle, ob bei Handwerklichem oder hinter dem Grill. Schon seit 40 Jahren ist er Mitglied der örtlichen Feuerwehr und er verkörpert sozusagen die Dorfgemeinschaft.

Ruppert Zeiner war vor 30 Jahren Initiator der Ortsgruppe Heideck des Landesbundes für Vogelschutz. Seit damals ist er deren Vorsitzender und seit mehreren Jahren übt er dieses Amt auch auf Kreisebene aus. Bayernweit einmalig ist die Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe von Bund Naturschutz, den Gerlinde Grün-Harrer leitet. Streuobstanlagen, Heckenbepflanzungen und Fledermäuse zählen zu den Betätigungsfeldern. Hinzu kommt das Engagement im Schützenverein und in der KAB. In seiner Dankesrede merkte Ruppert Zeiner an, dass die Arbeit der Naturschützer oft kritisch betrachtet werde, dass es aber wichtig sei, auf unterschiedlichen Ebenen zum Wohle der Natur zusammenzuarbeiten.

Gleich das ganze Team der Stadtbücherei Heideck wurde nun ausgezeichnet, allen voran Waltraud Perner. Im Jahre 1999, so führte der Bürgermeister aus, hatte die Bücherei vier Mitarbeiterinnen, die 2600 Ausleihen bearbeiteten. Heute sind 30 Ehrenamtliche im Alter von 10 bis 75 Jahren tätig. Durchschnittlich werden bis zu 20 000 Ausleihen jährlich gezählt. Die Umstellung des Bestandes auf EDV, die Gestaltung einer Homepage und die „Onleihe“, also die digitale Ausleihe, haben die Beliebtheit der Bücherei weiter gesteigert. In der Zusammenarbeit mit Kindergarten, Schule und Seniorenwohnheim wird die Leseförderung großgeschrieben. Waltraud Perner freute sich über die Auszeichnung als ein Weihnachtsgeschenk für sie und ihr Team. Ständig würden sich ihre Mitarbeiter weiterbilden, denn schließlich solle eine Bücherei ein Ort der Begegnung sein.

Nach einem musikalischen Zwischenspiel waren die beiden Empfänger der silbernen Stadtmedaille an der Reihe.

Elisabeth Schlosser ist seit Jahrzehnten sowohl im kirchlichen als auch im sozialen Bereich engagiert. Im Kirchenchor ist sie die rechte Hand des Chorleiters Franz Stengl. Sie kümmert sich um das Notenmaterial, sowohl für den Chor, als auch für das Orchester, und sie organisiert die Aufführungen. Beim VdK Heideck betreut sie ehrenamtlich Senioren, macht Krankenbesuche und überbringt Geburtstagswünsche. Sie „hat für alle Menschen ein offenes Ohr und hilft bei täglichen Problemen“.

Schließlich war Franz Stengl an der Reihe. Ohne ihn gäbe es das Heidecker Weihnachtskonzert nicht, das seit dem Jahr 2002 die Besucher in hervorragender Weise auf das Weihnachtsfest einstimmt. Er ist Programmgestalter und Dirigent dieser anspruchsvollen Konzerte, bei denen der Kirchenchor von Gesangssolisten, sowie von Musikern der Nürnberger Sinfoniker, der Philharmoniker und aus anderen Orchestern unterstützt wird. Als Organist, Chorleiter und Dirigent gestaltet er seit 1975 ehrenamtlich die Gottesdienste musikalisch. Trotz seiner umfangreichen beruflichen Tätigkeit nimmt er sich Zeit für die Chorproben und für die musikalische Begleitung von Beerdigungen. Zusätzlich ist er Kirchenpfleger in seinem Wohnort Selingstadt. In seinen Dank schloss Franz Stengl den gesamten Kirchenchor mit ein. In Zeiten von zunehmendem Egoismus, so führte er aus, sei ein selbstloser Einsatz umso wichtiger. Er wolle ein Zeichen von Menschlichkeit und Verbundenheit setzen und wolle seiner christlichen Verantwortung gerecht werden und den Menschen durch die Musik eine Freude bereiten.
Zwei Empfänger der Bronzemedaillen konnten an diesem Abend nicht kommen: Luise Köstler und Gerhard Kerl. Ihnen wir die Auszeichnung bei passender Gelegenheit nachgereicht.