Blühflächen im Gemeindegebiet Heideck

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Bild Beitrag BluehflaechenIm letzten Bürgerblatt wurde diese Aktion mit einem Kurzbeitrag bereits angekündigt. So mancher aufmerksame Bürger wird mittlerweile auch bemerkt haben, dass sich da an einigen öffentlichen Grundstücken plötzlich etwas tut. Womöglich stellte sich ihm die Frage, was durch dieses Markieren kleiner Flächenparzellen mit Holzpflocken und deren Auffräsen wohl bezweckt werden sollte.

Erst einmal ist es gut, wenn dies aufgefallen ist. Die gemeinsame Ortsgruppe Heideck von BN und LBV (Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz) hat nämlich vor, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Heideck in diesem Jahr erstmalig Blühflächen auf städtischen Grundstücken anzulegen. Was bis Anfang Mai sichtbar wurde, waren allerdings nur die Vorbereitungsarbeiten. Dazu mussten erst einmal mehrere ausgesteckte Grünflächen fachmännisch aufgefräst werden. Eine zweite Bodenbearbeitung mit der Kreiselegge folgte etwa 14 Tage später. In den lockeren Boden wurden dann blütenreiche Saatgutmischungen eingesät, die dann nicht nur eine für das Auge wohltuende Farbenpracht aufweisen, sondern auch eine große Anziehungskraft für allerlei Insekten haben werden. Hoffentlich. Die Ansaat wurde Mitte Mai durchgeführt.

Ausgewählt für diese Aktion wurden nun drei städtische Grundstücke an markanten Plätzen, die vom interessierten Betrachter gut einsehbar sind:
1. Bushaltestelle Bahnhofsstraße stadtauswärts rechts liegend
2. Hinter den Glascontainern beim Nettomarkt am Höfener Weg
3. Bahnhofsvorplatz Seiboldsmühle neben dem Gartenabfall-Container

Zum Einsatz sind sowohl einjährige als auch mehrjährige Blumenmischungen gekommen. Es sind sogar innerhalb der drei Grundstücke verschiedene Blühmischungen verwendet worden, um das Risiko von Totalausfällen zu verringern, welches bei lang anhaltender Trockenheit oder unerwartetem Unkrautdruck durchaus gegeben ist. Deshalb wird an die Bürger von Heideck appelliert, sich gegebenenfalls auch als Pate einer solchen Teilfläche zu sehen bzw. zu melden, um in den ersten 6 – 8 Wochen nach der Ansaat bei der Pflege der Blühflächen (Gießen, eventuell Jäten) mitzuhelfen, um sie trotz solcher Hürden gedeihen zu lassen. Solange aber wird es voraussichtlich dauern, bis die angelegten Blühflächen ihre erste Farbenpracht entfalten können. Also wird die Bevölkerung um Geduld gebeten, vor allem wenn bei diesem Pilotprojekt in Heideck nicht alles gleich so klappt wie vorgesehen, denn die Natur und die Witterung sind ja bekanntlich unberechenbare Einflussfaktoren. Außerdem müssen von den Verantwortlichen auch erst mal Erfahrungen gesammelt werden.

Natürlich ist klar, dass einjährige Blühmischungen im nächsten Jahr wieder neu eingesät werden müssen. Solche Mischungen sind allerdings erstens weniger empfindlich auf lang anhaltende Trockenphasen, was in Mittelfranken häufig der Fall ist, und zweitens erreichen sie ihre volle Blühleistung sofort schon im Anbaujahr. Zweijährige Blühmischungen hingegen erreichen ihre volle Blütenpracht in der Regel erst im zweiten Jahr nach der Ansaat. Auch das ist vom außenstehenden Beobachter dieser Aktion bitte mit gewisser Geduld zu betrachten.

Offiziell zuständig für die Aktion ist die Stadt Heideck in enger Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Ortsgruppe Heideck des BN und LbV. Von Landwirt Josef Auernhammer aus Rambach wurde die Bodenbearbeitung vorgenommen. Die Federführung und somit auch die meiste Arbeit hierfür hatte aber Dr. Karl-Heinz Neuner von der hiesigen Ortsgruppe des BN/LBV. Diese stellte auch gut die Hälfte des relativ teuren Saatguts kostenlos zur Verfügung, weil die Aktion auch zum Programm ihres 30-jährigen Bestehens im Jahr 2018 gehören soll. Der Rest des Saatguts ist eine Spende von Dr. Neuner.

In diesem Zusammenhang weist die Stadt Heideck auch darauf hin, dass neben den nun angelegten Blühflächen auch noch weitere Flächen im Gemeindegebiet (z. B. Hangflächen) später gemäht werden, um auch hier den Insekten und Bienen einen weiteren Lebens- und Ernährungsraum zu schaffen und zu erhalten. Hierfür bitten wir um Verständnis und Einsicht bei den Bürgerinnen und Bürgern. Vielen Dank.