Vernissage am Heimatfest

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Zum 38. Mal bereicherte der Künstlerkreis Heideck das Heimatfest mit seiner Ausstellung in der Stadthalle beim Festplatz. Wie jedes Jahr präsentierte er eine vielfältige Werkschau mit einem breiten Spektrum künstlerischer Arbeiten: Malerei, Skulpturen, Grafiken, Objekte der Angewandten Kunst und Kunsthandwerk. Mit dieser Gemeinschaftsausstellung will der Künstlerkreis einen Überblick u?ber die Werke ortsansässiger Ku?nstler bieten. Als Gastku?nstler waren heuer zum vierten Mal die Gewinner des Kunstwettbewerbs der Grundschule Heideck vertreten. Eine Jury hatte die 27 besten Arbeiten zum Thema „Mein Heimatfest“ ausgewählt. Außerdem führte der Steinbildhauer Benjamin Musendami aus Afrika seine Kunst vor.

Folgende Künstlerinnen und Künstler waren vertreten: Im Bereich Malerei waren es Gabriele Breuer, Peyman Bijanipour, Barbara Ferstl, Andrea Frister, Veronika Habermann, Sarolta Hahn, Christine Harrer, Justine Netter, Maximilian Peschke und Maria Schwab. Rudolf Stowasser hat sich auf Glaskunst spezialisiert. Manfred Klier stellte Fotoarbeiten aus. Die Bereiche Skulptur und Kunsthandwerk wurden von Gabriele Breuer, Nadine Rosani und Reinhard Netter abgedeckt. Der Künstlerkreis freut sich, dass er mit Barbara Ferstl und Sarolta Hahn zwei neue Mitglieder in seinen Reihen zählen kann. Ein besonderer Platz ist dem im letzten Jahr verstorbenen Künstler Lorenz Winter gewidmet. Als Gründungsmitglied hat er zu Lebzeiten alle Ausstellungen des Künstlerkreises durch seine Bilder bereichert. Mit Drechselvorführungen weihte Reinhard Netter in die Kunst des Drechselns ein. Außerdem luden Andrea Frister und Maria Schwab am Montag Kinder zum kreativen Malen ein. Das Künstlercafé wurde vom Kirchenförderverein betrieben. Der Erlös war für die Kirchenrenovierung bestimmt.

Die Ausstellungeröffnung am Samstag begann mit einem Knall. Eine Steinskulptur fiel von ihrem Sockel und zerbrach. Die weitere Vernissage nahm dann einen angenehmeren Verlauf, vor allem als die Liedermacher Lyneste mit bezaubernden Liedern, Songs und Chansons die Eröffnungsfeier musikalisch auflockerten. Unter dem Namen „Lyneste“ waren Catherine Rochat und Andy von Treuberg bereits von der letztjährigen Vernissage und vom diesjährigen Ehrungsabend für erfolgreiche Heidecker in bester Erinnerung. Hinzu kommen ihre mehrmaligen Auftritte im Hilpoltsteiner Kreuzwirtskeller, sowie mehrere CD-Produktionen.
Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, sowie viele weitere Besucher waren gekommen. Sehr zur Freude des Vorsitzenden Maximilian Peschke, der an erster Stelle Landrat Herbert Eckstein begrüßte, der, so Peschke, heute sein silbernes Ausstellungsjubiläum feierte. Denn in den vergangenen 25 Jahren habe der Landrat keine Vernissage des Künstlerkreises versäumt. Ihm galt Peschkes Dank für die spürbare Unterstützung und Wertschätzung.

Eckstein lobte die Vielfalt und Offenheit der Ausstellung und die wunderbare Musik. Er dankte der Schulleiterin Martina Wirsing, dass sie gerade auch durch den Kunstwettbewerb die Kunst an der Schule förderte. Er ermunterte die Gäste, vielleicht auch einmal an „ein Zweitbild oder eine Zweitschale“ zu denken, denn die Exponate seien natürlich auch verkäuflich. An Inge Winter, sowie an ihre Tochter Angelika Windisch und Schwiegersohn Christoph gewandt, erinnerte der Landrat an Lorenz Winter, der kulturelle Zeichen gesetzt habe.

Maximilian bezeichnete den Verstorbenen als einen liebenswerten Menschen und hervorragenden Maler und Zeichner: „Er hat die Kunstszene in Heideck und weit darüber hinaus mit seinen Arbeiten bereichert und maßgebend mit geprägt. Wir haben einen herausragenden Künstler und guten Freund verloren.“

Schon zum 18. Mal zur Vernissage war Sparkassendirektor Jürgen Rohmer von der Sparkasse Mittelfranken Süd gekommen. Ohne deren Unterstützung, so dankte Maximilian Peschke, sei diese Veranstaltung nicht möglich. „Wir sind nächstes Jahr sicher wieder dabei!“, versprach Rohmer und wünschte viel Erfolg.

Bürgermeister Ralf Beyer blieb es vorbehalten, die Ausstellung zu eröffnen. In seiner bisherigen Amtszeit habe er sich ein Heimatfest ohne diese Veranstaltung nicht vorstellen können. Er freue sich, dass auch zwei Neubürgerinnen unter den Ausstellern dabei sind und dankte den Künstlern für ihre Arbeit: „Toll geworden. Schöne Geschichte!“