Festzug am Heimatfest

Bewertung:  / 1
uninteressantinteressant 

Bild Beitrag Festzug 1Wenn am Heimatfestsonntag punkt 14 Uhr der Böller kracht, dann weiß ganz Heideck: Jetzt beginnt der Festzug, einer der Höhepunkte des Heimatfestes. Über 50 Wagen und Fußgruppen ziehen nun durch die Straßen der Altstadt. Dicht gesäumt stehen die Zuschauer am Straßenrand und applaudieren, soweit sie nicht ihren Schirm festhalten müssen. Denn in das Böllerkrachen haben sich auch die Donnerschläge eines aufziehenden Gewitters gemischt und pünktlich zu Bild Beitrag Festzug 2Beginn beginnt es auch zu regnen. Das tut der Begeisterung aber keinen Abbruch.
Heuer steht der Zug unter dem Motto „Epochen unseres Landes“. Viele örtliche Vereine haben sich mit viel Fantasie und Fleiß auf diesen Tag vorbereitet. Voran schreitet der Festzugmanager Eduard Schmidt. Dann folgt der Heidecker Trommlerhaufen, zusammen mit den Edlen Fanfarenbläsern aus Hilpoltstein. Sechs weitere musikalische Formationen begleiten den Zug: die Pleinfelder Blasmusik, Bild Beitrag Festzug 3die Blaskapelle Jahrsdorf, die Stadtkapelle Hilpoltstein, die Stadtkapelle Heideck, der Musikverein Möckenlohe und der Musikverein Röttenbach.
In die Zeit der Jäger und Sammler vor rund fünftausend Jahren entführen die Laffenauer Hulzfuchs’n, der Sportkegelclub und die KLJB Liebenstadt, sowie die Kleeblattfans. Mit Keulen und Speeren sind sie unterwegs, um dann am Feuer den Fang zu braten. Die Heimatfreunde Rudletzholz, die Pfeifenköpfe Tautenwind und die Ministranten versetzen in die Zeit der Kelten, die von eintausend bis 15 vor Christus auch in unserer Gegend ihre Spuren hinterlassen haben. Keltische Jäger, ihre Waffen stammen aus der Waffenschmiede, bringen reiche Beute nachhause. Vor dem Keltenhaus sind die Frauen mit Spinnen und Weben beschäftigt, während die Männer die Häute der erlegten Tiere gerben. Der „Tanz(t)raum Barotti“ treibt mit den Produkten regen Handel.
Von etwa 500 vor Christus bis 300 nach Christus waren die Römer im Land. Der Stopselclub Schlossberg legt eine befestigte Straße an, auf der ein römischer Zenturio vom Reitverein daher reitet. Den römischen Streitwagen hat der Werk- und Bastelverein gebaut. Begleitet wird er von den Soldaten des Shisa-Clubs. Der FCN-Fanclub Heideck beobachtet vom Wachturm aus den Einzug eines römischen Herrschers samt Gefolge.
Auf Betteltour begeben sich Mönche und Nonnen der Schola Heideck. Wir sind in der Zeit der Mönche angekommen, die etwa von 800 bis 1560 nach Christus dauerte. Vom Wagen des Werk- und Bastelvereins grüßt der Bischof, die Heidecker Rollergang bewohnt die Burg auf dem Schlossberg. Ab 1505 gehörte Heideck zum neu gegründeten Fürstentum Pfalz-Neuburg. Pfalzgraf Ottheinrich verpfändete das Amt Heideck 1542 bis 1585 an die Reichsstadt Nürnberg. Ottheinrich und seine Frau Susanna, dargestellt vom diesjährigen Kinderprinzenpaar, fahren huldvoll lächelnd mit der Kutsche vorbei. Der Skiclub Heideck stellt das Gefolge. Der Obst- und Gartenbauverein, sowie der Städtische Kindergarten lockern den Zug durch Blumen auf. Von 1374-1423 war Ritter Friedrich II. Herr von Heideck. Er wird vom Heimat- und Verkehrsverein repräsentiert. Begleitet wird er von Knappen, Burgfrauen und Adligen, die der Katholische Kindergarten stellt. Mitglieder der KLJB Laibstadt ziehen als Händler durchs Land. Patrizier und Ordensritter folgen hoch zu Ross. Sie gehören dem Reitverein an. Der Frauenbund Heideck ist die Dienerschaft, während Kaufmannszug und Kreuzritter vom TSV Heideck kommen.
Die Zeit der Entdeckungen ab 1500, wie etwa die Entdeckung Amerikas 1492, war nur mit Hilfe von Kompass, Globus und Seekarten möglich, die auf dem Wissen von Gelehrten basierten. Das beweist die „Geselligkeit“. Die Freiwillige Feuerwehr ist mit dem Schiff auf Entdeckungsfahrt. Mitgebrachte Handelsgüter bietet der Stammtisch Fanny feil.
Bauern, die ihren Zehnten ins Rathaus bringen, das die Freiwillige Feuerwehr Selingstadt stellt, kommen von der Regens-Wagner-Außenwohngruppe. Den Schluss bildet das Pferdegespann der Pyraser Landbrauerei, das ebenso wie die anderen Festzugsteilnehmer und die Zuschauer das Bierzelt ansteuert. Denn Mitmachen, aber auch Zuschauen machen durstig, auch bei Regen.