Gelöbnis der Bundeswehr am Heimatfest

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Bild Beitrag Heimatfest GeloebnisDie Verbundenheit der Stadt Heideck mit dem Bundeswehrstandort Roth kommt traditionsgemäß am Heimatfestmontag in besonderer Weise zum Ausdruck. Die Patenschaft der Stadt mit einer Einheit der Bundeswehr besteht seit nunmehr 53 Jahren und ist damit die älteste ihrer Art in Deutschland.
58 Offiziersanwärterinnen und Offiziersanwärter, 20 freiwillig Wehrdienstleistende und neun Soldatinnen und Soldaten auf Zeit der Laufbahngruppe der Mannschaften waren zum feierlichen Gelöbnis, beziehungsweise zur feierlichen Vereidigung, auf dem TSV-Sportplatz in Heideck angetreten. Erst Anfang Juli hatten sie alle ihren Dienst in der Bundeswehr am Standort Roth begonnen. Unter der Stabführung von Oberstabsfeldwebel Bernd Sieg begleitete das Heeresmusikkorps Veitshöchheim die Feier musikalisch.
Major Patrick Ehret, der stellvertretende Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons, hieß die Angetretenen, ihre Angehörigen und die große Anzahl der Ehrengäste aus der Politik und der Kirche herzlich willkommen. Am weitesten waren die Angehörigen von Frau Flieger Franziska Polikeit angereist, nämlich aus dem 830 Kilometer entfernten Großenwiehe in Schleswig-Holstein.
Anstelle der 7. Kompanie, der eigentlichen Patenkompanie, war die neu aufgestellte 8. Kompanie gekommen. Die 7. Kompanie legte zum Jahrestag des Attentats auf Hitler das Gelöbnis vor dem Verteidigungsministerium in Berlin ab. Major Ehret sprach in seiner Begrüßungsrede von „einem besonderen Rahmen an einem besonderen Ort“ und meinte damit die gastgebende Stadt Heideck. Es sei wichtig, dass Gelöbnisse nicht hinter Kasernenzäunen, sondern in der Öffentlichkeit stattfänden, um damit die Verwurzelung der Bundeswehr mit Staat und Gesellschaft zu zeigen. Das Bekenntnis „Wir.Dienen.Deutschland“ werde durch das Engagement der Soldatinnen und Soldaten jeden Tag aus Neue mit Leben erfüllt. „Wir können stolz auf unsere Soldaten und das von ihnen Geleistete sein“, stellte er fest. An die „Kameradinnen und Kameraden“ gewandt, sagte Major Ehret: „Sie leisten mit Ihrem Gelöbnis, beziehungsweise Diensteid, das Versprechen, für die Werte unserer freiheitlichen Verfassung einzustehen.“
Ralf Beyer, der Erste Bürgermeister der Stadt Heideck, versprach, dass trotz aller Veränderungen die Verbundenheit der Heidecker Bürger zu „ihren“ Soldaten geblieben sei. Er freue sich, dass es nun mit dem Standort Roth wieder aufwärtsgeht und er freue sich, im nächsten Jahr wieder beide Rother Kompanien hier willkommen heißen zu dürfen. Bürgermeister Beyer erinnerte die Rekrutinnen und Rekruten daran, dass sie sich mit ihrem Treuebekenntnis verpflichten, die Bundesrepublik Deutschland tapfer zu verteidigen, notfalls auch unter Einsatz ihres Lebens. Das sei für nicht wenige Soldaten bei Auslandseinsätzen bittere Wahrheit geworden. Umso wichtiger sei es, dass die Politik und die Bevölkerung hinter der Bundeswehr stehen.
Nach dem Frankenliedmarsch trat Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB, Abt der Benediktinerabtei Plankstetten, ans Rednerpult, um die Gelöbnisrede zu halten. Im Mittelpunkt stand dabei der Begriff „Lebensglück“. „Unser höchstes Gut ist die Freiheit“, begann er. Jeder Bundesbürger dürfe seine Persönlichkeit frei entfalten, wie es im Grundgesetz niedergeschrieben sei. Staatsziel sei das individuelle und das gemeinsame Glück der Menschen in der Gesellschaft. Mit dem Gelöbnis sei die Verpflichtung verbunden, das Lebensglück gegen alle feindlichen Angriffe von außen zu verteidigen, nämlich das eigene und das Glück der Anderen. Der Abt schloss seine Rede mit den Worten: „Für diesen Dienst können wir Ihnen nur danken. Ihr Gelöbnis erfüllt uns mit Hochachtung und Dankbarkeit.“
Nach dem Fliegermarsch traten die Abordnungen mit der Truppenfahne vor. Nachdem die Bayernhymne verklungen war, stand der Höhepunkt der Feier bevor, nämlich das Ablegen des Treuebekenntnisses. Für die freiwillig Wehrdienstleistenden lautete die Formel: „Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen, und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“ Die Soldaten auf Zeit begannen mit den Worten „Ich schwöre, …“. Freiwillig wurde der Zusatz gesprochen: „So wahr mir Gott helfe!“
Nach der gemeinsam gesungenen Nationalhymne beglückwünschten Major Patrick Ehret, Bürgermeister Ralf Beyer und Abt Sonnenberg die Soldatinnen und Soldaten zu deren Treuebekenntnis. Mit dem Marsch „Fredericus Rex“ und dem Ausmarsch Richtung Festplatz endete die Feier.