Goldenes Priesterjubiläum von Professor Josef Wohlmuth

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Foto: privatIm Rahmen des Patroziniums der Laibstädter Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde das 50-jährige Priesterjubiläum von Professor Josef Wohlmuth gefeiert. Den gut besuchten Festgottesdienst an Mariä Himmelfahrt umrahmte der Laibstädter Kirchenchor zusammen mit der Bläsergruppe. Wichtig war es dem Jubilar, dass im Rahmen des Festgottesdienstes am Freitag nicht nur an die vergangenen 50 Priesterjahre gedacht werde, sondern auch der Patroziniumstag Mariä Himmelfahrt selbst gewürdigt wird. In der Predigt erinnerte er an sein 40-jähriges Priesterjubiläum vor 10 Jahren. Nach der traditionellen Segnung der Kräuterbüschel trugen drei Mädchen gekonnt ein Gedicht vor, in dem sie in Kurzform auf die Höhepunkte des Lebens und Wirkens des Jubilars eingingen und ihm im Anschluss passend zum Feiertag einen Kräuterbüschel überreichten.

Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim dankte Pfarradministrator Dominik Pillmayer in einer kurzen Ansprachen Wohlmuth dafür, dass dieser regelmäßig seine Heimat besuche und dabei immer gerne Gottesdienste übernehme. Symbolisch überreichte er zusammen mit Kirchenpfleger Gabriel Regensburger ein Kreuz, das aus dem alten Friedhofskreuz gefertigt wurde und das nach den Worten Pillmayers an den Herrgott, an Wohlmuths Dienst und an dessen Ja vor 50 Jahren, aber auch ein klein wenig an seine Heimatpfarrei erinnern solle. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gisela Siegert erinnerte an den Pfarrfamilienabend am vorhergegangen Mittwoch, bei dem man mittels zahlreicher alter Bilder und eines kurzen Farbfilmes gemeinsam die Uhr um 50 Jahre zurückgedreht habe. Bei einem zufälligen Dachbodenfund waren kurz zuvor rund 200 Dias sowie ein viertelstündiger Farbfilm von damals aufgetaucht und so die Idee entstanden bei einem kleinen Pfarrverbandsabend auf die Ereignisse vor 50 Jahren zurückzublicken. Heidecks Bürgermeister Ralf Beyer dankte im Namen der Stadt für das gezeigte Engagement und das geschaffene Lebenswerk, aber vor allem dafür, dass Wohlmuth im Herzen immer Laibstädter geblieben sei. Im Gepäck hatte Beyer zwei Bücher: das neu erschienene Buch „Heidecker Geschichten“, in dem auch Laibstadt vorkomme, und das Goldene Buch von Heideck, in das sich Josef Wohlmuth eintragen durfte.

Foto: privatNach dem Abitur in Eichstätt studierte Josef Wohlmuth katholische Theologie in Eichstätt und Innsbruck. Nach der Priesterweihe 1964 in Eichstätt war er vier Jahre als Kaplan in Gunzenhausen tätig. Für seine Promotion studierte er an den Universitäten in Tübingen, Bologna, Nijmegen, Regensburg und Bonn. Sein Doktorvater war Josef Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI.. 1980 habilitierte er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn im Fach Dogmatik und Dogmengeschichte. 1981 wurde Wohlmuth als Professor für Theologie und ihre Didaktik an die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität in Köln berufen, wo er bis 1986 tätig war. Danach erfolgte der Wechsel als Professor für Dogmatik an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er bis zu seiner Emeritierung 2003 blieb. Zudem war Professor Wohlmuth 1984/85 sowie 2003/04 Studiendekan am Theologischen Studienjahr an der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Nach seiner Emeritierung übernahm Josef Wohlmuth zum 1. Mai 2004 die Leitung des Cusanuswerks, das begabte Studenten fördert. Diese Aufgabe nahm er bis zum 30. September 2011 wahr.

Aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und für sein Lebenswerk verlieh ihm die Katholisch-Theologische Fakultät der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am 7. Juli 2009 die Ehrendoktorwürde.

Die Deutsche Bischofskonferenz ehrte Prof. Wohlmuth am 29. Oktober 2011 für seine außergewöhnlichen Leistungen als Leiter des Cusanuswerkes in einer schwierigen Zeit mit der Bonifatius-Medaille, der höchsten Ehrung der katholischen Kirche in Deutschland.