Kommunalpolitischer Frühschoppen mit Landrat Eckstein

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Bild Beitrag Fruehschoppen LandratZum 26. Mal in Folge diskutierte Landrat Herbert Eckstein beim kommunalpolitischen Frühschoppen der Heidecker SPD im Gasthaus Lindwurm über aktuelle Themen der Landkreispolitik und zeigte Entwicklungschancen der Stadt Heideck auf.

Die SPD-Ortsvorsitzende und dritte Bürgermeisterin Maria Brunner gratulierte Landrat Herbert Eckstein zum 25-jährigen Jubiläum als Landrat des Landkreises Roth und würdigte kurz die vom Landrat in dieser Zeit geleistete erfolgreiche Arbeit. Landrat Eckstein ging in seinen Ausführungen auf aktuelle Themen der Landkreispolitik ein, in die er auch die Entwicklung von Heideck mit einbezog. Er betonte zu seiner 25-jährigen Arbeit als Landrat, dass Ehrlichkeit in der Politik am längsten währe. Er habe immer versucht, Schwerpunkte in der breiten Palette kommunaler Aufgaben zu setzen. So sei es gelungen den Landkreis Roth gut aufzustellen. Er geht auf die ärztliche Versorgung im Landkreis ein und stellt fest, dass das Kreiskrankenhaus gut aufgestellt sei und schwarze Zahlen schreibe. Der Landkreis wolle die Substanz der Klinik nicht verändern und man gebe zum anstehenden Umbau mit rund 50 Mio. Euro ca. 19 Mio. Euro dazu, damit dort weiter gute Arbeit geleistet werden könne. Ähnliches gelte auch im Schulbereich mit der derzeit laufenden räumlichen Verbesserung am Gymnasium in Hilpoltstein. Insgesamt sei der Landkreis, so Eckstein, gut aufgestellt und habe nur eine sehr geringe Verschuldung (ca. 5 Mio. Euro). Der Landkreis stelle in den Vermögenshaushalt 2019 rund 26 Mio. Euro ein um vor allem die Finanzierung der Kreisklinik und die Verbesserungen im Schulsektor zu stemmen. Auch für Heideck wurden für den Deckenbau Liebenstadt-Mannholz und Laibstadt-Dannhausen rund 330.000 Euro investiert. Im neuen Investitionsprogramm des Landkreises für 2021 seien die Geh- und Radwege Heideck-Rudletzholz und Rudletzholz-Laibstadt aufgenommen. Auch der Radweg von Laffenau nach Wallesau werde angegangen, wenn der Grunderwerb durch die Stadt Heideck geklärt ist. Sein Hinweis, dass Heideck geburtenmäßig etwas „schwächle“ wurde mit Humor aufgenommen. Immerhin habe Heidecks Bevölkerung im Vergleich zu 2000 um 4,5% oder 220 Einwohner abgenommen. Der Landkreis hatte in dieser Zeit eine positive Einwohnerentwicklung von 1,5 % oder 1.914 Einwohner. Er riet den Heideckern für nachfolgende Generationen Angebote zu machen um nicht weiter zurückzufallen. Auch die Zahl der Einschulungen mit 28 Kindern sei im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig. Positiv bewertete Eckstein, dass im Schuljahr 2017/2018 167 Schüler aus Heideck weiterführende Schulen in Hilpoltstein, Roth, Wendelstein und Greding besuchen. Das wichtigste sei, so der Landrat, dass Kinder ihre Fähigkeiten entdecken und eine gute Ausbildung bekommen, weil man diese später als Fachkräfte überall brauche. Zur wirtschaftlichen Situation machte der Landrat deutlich, dass man derzeit überall Vollbeschäftigung habe. Auch die Arbeitsmarktsituation von Heideck sei durchaus zufriedenstellend, denn es gebe hier viele Firmen, die gute Arbeitsplätze bieten.

In der Diskussion bedauerte Dieter Schindler aus Wendelstein, dass die Stadt Heideck allen Dauercampern des Heidecker Campingplatzes die bestehenden Verträge gekündigt hat, weil ab 1. Januar 2019 ein neuer Betreiber den Campingplatz übernehmen solle. Er kritisierte diese Kündigung und bemerkte, dass alle Dauercamper Wahlheidecker seien, die 6 bis 8 Monate hier sehr gerne leben. Man sei der Auffassung, dass der Campingplatz keinen neuen Pächter brauche. Alle Camper würden nach der Kündigung jetzt in großer Angst leben. Man wünsche sich eine einvernehmliche Lösung. Zweiter Bürgermeister Dieter Knedlik stellte für die Stadt fest, dass man froh sei einen Campingplatz zu haben. Alle Camper seien der Stadt herzlich willkommen. Er wies darauf hin, dass die Stadt einen Partner suche, der diesen Platz im Sinne der Stadt künftig führe. Mit der Firma sei vereinbart worden, dass der Campingplatz für ein Jahr mit den bisherigen Konditionen weiterlaufe. Der Betreiber müsse der Stadt nach einem Jahr ein Konzept vorlegen. Wenn dieses Konzept nicht den städtischen Erwartungen entspreche, habe die Stadt die Möglichkeit, den Vertrag auslaufen zu lassen.

Josef Baumann aus Laibstadt bedankte sich beim Landrat für den Ausbau der Straße von Laibstadt nach Dannhausen. Er bat darum, jetzt auch den innerörtlichen Ausbau der Kreisstraße in Laibstadt anzugehen. Eckstein sagte, dass der Ausbau erst dann erfolgen könne, wenn dies der Zustand der Straße erfordere. Baumann kritisierte weiter den Ausbauzustand der Staatsstraße von Liebenstadt zur B 2. Landrat Eckstein machte dazu deutlich, dass dieser Straßenzug zeitnah absolut sanierungsbedürftig wäre, er jedoch nur Mittler sein könne, weil diese Straße in die Zuständigkeit des Straßenbauamtes falle.

Stadtrat Thomas Schermer wünschte sich für die Ortseingänge von Liebenstadt sowohl von der B 2 oder von Heideck kommend Querungshilfen/Fahrbahnteiler um dort ein gefahrloses Überqueren der Staatsstraße zu ermöglichen. Dies treffe auch für die Alleestraße in Heideck zu, wo es ebenso schwierig sei über die Straße zu kommen. Landrat Eckstein betonte, dass er im Zuge der OD Liebenstadt - St. 2226 mit täglich 2.988 Kfz. und 245 Fahrzeugen des Schwerverkehrs sich für den baldigen Bau von Fahrbahnteilern ausspreche. Hier und anderswo gelte das Schlüsselwort „Rücksicht“, was eine Reduzierung der innerörtlichen Geschwindigkeit bedeute. In der Diskussion kamen auch einige Gefahrenstellen im Heidecker Stadtbereich zur Sprache. An der Kreuzung Alleestraße nach Rudletzholz und Schloßberg z.B. würden neun von zehn Autofahrern trotz des Stoppschildes nicht anhalten. Eine gefährliche Stelle sei die Einmündung der Waldhausstraße in der Seiboldsmühle, wo Radfahrer „angeschossen“ kämen und Autofahrer diese wegen eines hohen Zaunes meist erst sehr spät sehen. Landrat Eckstein meinte abschließend, dass jeder Bürger der Stadt einen Beitrag dazu leisten könne, dass alles besser und sicherer werde.