Carsharing mit Mikar

Bewertung:  / 5
uninteressantinteressant 

Wer aufmerksam am Parkplatz beim Bahnhof in Seiboldsmühle vorbeifuhr, entdeckte ihn vielleicht schon, den Kleinbus mit den Logos zahlreicher Gewerbetreibender, den die Firma mikar hier zur Verfügung stellt. Deren Geschäftsführer Karl-Heinz Kaiser sowie Jonathan Heise, der Ansprechpartner für die Ausleiher, stellten am Marktplatz den Neunsitzer-Transporter Bürgermeister und Stadtrat, den werbenden Firmen sowie den Vereinsvorsitzenden des Stadtgebiets vor. Bürgermeister Ralf Beyer berichtete, dass der Stadtrat vom Konzept der Firma mikar überzeugt ist. Das Angebot sei eine Bereicherung für die Stadt. Er bedankte sich bei den Sponsoren, deren Logos auf dem Auto zu sehen sind: „Sie machen die preisgünstige Nutzung des Fahrzeugs erst möglich.“ Auch mikar-Geschäftsführer Kaiser dankte den Unternehmen, deren Werbung dafür sorgt, dass man das Fahrzeug nun vier Jahre lang günstig verwenden kann. Hierfür genügt der PKW-Führerschein. Car-Sharing auf dem Land funktioniert nur mit Mehrsitzern, ist man bei der Firma mikar überzeugt. Nun gibt es auch in Franken Standorte von Carsharing-Fahrzeugen. Damit können Seniorengruppen und Vereine Ausflugsfahrten unternehmen, Sportvereine zum Auswärtsspiel reisen oder zwei Familien miteinander einkaufen. Heideck mit den zahlreichen Vereinen und Verbänden sei gut geeignet als Standort, sind die Verantwortlichen überzeugt. Aber natürlich auch Privatpersonen können das Fahrzeug nutzen, um beispielsweise Sperriges leicht zu transportieren beim Einkauf im Möbelhaus oder Baumarkt. „Das Fahrzeug nicht zu nutzen, wäre der einzige Fehler“, sagte Karl-Heinz Kaiser.

Die Kosten für die Entleiher sind leicht zu überschauen: Grundgebühren gibt es nicht, jede Stunde kostet 4,90 €, ein ganzer Tag 39,90 €. Dazu kommen nur die Diesel-Kosten, denn das Fahrzeug ist wieder vollgetankt abzustellen – und ausgesaugt, falls nötig. Auch mehrere Tage kann es ausgeliehen werden, beispeilsweise für einen Wochenend-Trip. Bei mehr als drei Tagen sollte man der Firma Bescheid geben. Auch Fahrten ins Ausland sind möglich, in der EU überall, anderswo nach Rücksprache. Für all das benötigt man entweder die kostenlose mikard oder die mikar-App. Im damit geöffneten Fahrzeug liegen Schlüssel und Papiere bereit. Einmalig muss man sich vorher unter www.mikar.de registrieren und im Rathaus den Führerschein vorlegen und sich legitimieren lassen; und mikar natürlich die Bankdaten für die Abrechnung bekanntgeben.

Nicht kümmern muss man sich um Versicherung oder Wartung. Mikar erwartet, dass sorgsam mit dem Fahrzeug umgegangen wird. Bei einer Panne oder wenn man doch einmal das Fahrzeug beschädigt oder einen Unfall hat, melde man das Jonathan Kaiser, bei einem Unfall sei auch die Polizei zu rufen.