Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Heideck, Liebenstadt, Altenheideck und Tautenwind sowie Erhebung von Verbesserungsbeiträgen hierzu

Bewertung:  / 1
uninteressantinteressant 

Bild Beitrag WasserversorgungWie schon mehrmals berichtet, muss die Trinkwasserversorgung in Heideck und den Ortsteilen Liebenstadt, Altenheideck und Tautenwind verbessert und auf „sichere Füße“ gestellt werden. Die Wasserversorgung Heideck verfügt zwar über zwei Wasserwerke (Heideck und Liebenstadt) und drei Brunnen (Brunnen II und III in Heideck und den Brunnen Liebenstadt), muss aber gemäß der Vorgaben der Aufsichtsbehörden geändert und verbessert werden. So können unter anderem der Brunnen II in Heideck sowie der Brunnen in Liebenstadt längerfristig nicht mehr wirtschaftlich weiterbetrieben werden. Auch das Wasserwerk in Liebenstadt wird dann seinen Betrieb einstellen müssen. Dann werden die Ortsteile Liebenstadt, Altenheideck und Tautenwind sowie Heideck selbst ausschließlich vom Wasserwerk Heideck versorgt.

Daher ist es notwendig geworden, neben den leistungsfähigen Tiefbrunnen III einen weiteren Tiefbrunnen zu bohren. Dies geschah im Jahr 2017 in Wald zwischen Tautenwind und Laffenau. Dieser neue Tiefbrunnen IV liefert hervorragendes Wasser. Die Grenzwerte werden hier bei allen Parametern deutlich unterschritten. Gerade auch beim Grenzwert für Nitrat liefert der Tiefbrunnen IV gutes Wasser mit einem sehr niedrigen, einstelligen Wert. Der Grenzwert für Nitrat liegt derzeit laut Trinkwasserversorgung bei 50 mg pro Liter Wasser. Bei der Wasserversorgung Heideck erreichen wir derzeit einen Wert von 37 Milligramm pro Liter Wasser, somit zwar noch unter dem Grenzwert aber deutlich über vielen anderen Wasserversorgern. Mit dem neuen Tiefbrunnen kann der Wert dann wahrscheinlich unter 25 Milligramm pro Liter Wasser gedrückt werden, da dann Wasser des Tiefbrunnens III (höherer Nitratwert) mit dem Wasser des Tiefbrunnens IV (niedriger Nitratwert) gemischt wird.

Um die Versorgungssicherheit sowohl mengenmäßig wie auch qualitativ zu verbessern hat sich der Stadtrat entschlossen, den Tiefbrunnen IV zu bauen und mittels einer ca. 2,5 Kilometer langen Verbindungsleitung an das Wasserhaus Heideck anzuschließen. Die Bauarbeiten für diese Verbindungsleitung wurden im Herbst 2018 begonnen und werden im Frühjahr 2019 abgeschlossen. Ebenfalls im Frühjahr 2019 wird das Pumpenhaus beim Tiefbrunnen IV aufgebaut, sodass der Tiefbrunnen IV im Frühjahr, spätestens Frühsommer 2019 Wasser ins Wasserwerk Heideck liefern kann.

Kosten:
Die Gesamtkosten für die Brunnenbohrung, den Leitungsbau, die Brunnenstation sowie die Umbauarbeiten im Wasserwerk Heideck belaufen sich auf ca. 1,4 Mio. Euro netto.

Wie werden die Investitionen finanziert?
Der Stadtrat hat beschlossen, die Kosten nahezu komplett über Beiträge, sogenannte Verbesserungsbeiträge, auf die angeschlossenen Grundstückseigentümer von Heideck, Liebenstadt, Altenheideck und Tautenwind umzulegen.

Daher muss mit folgenden Beiträgen gerechnet werden:
• beitragspflichtige Grundstücksfläche: ca. 0,43 €/m² Grundstücksfläche
• beitragspflichtige Geschossfläche: ca. 1,45 €/m² Geschossfläche

Für ein Grundstück mit 800 m² Grundstücksfläche und 350 m² Geschossfläche würde dies folgenden Verbesserungsbeitrag bedeuten:
• 800 m² à 0,43 € = 344,00 €
• 350 m² à 1,45 € = 507,50 €
• Nettobeitrag = 851,50 €
• + 7 % MwSt. = 59,61 €
• Gesamtbeitrag = 911,11 €

Wie viel bezahlt werden muss, kommt aber immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Die meisten Grundstückseigentümer können sich wegen der beitragspflichtigen Grundstücks- und Geschossflächen an den Flächen aus dem Beitragsbescheid für die Kläranlage Heideck aus dem Jahr 2014 orientieren. Es gibt hier aber sicherlich auch Abweichungen, gerade wenn Flächen, z.B. wegen eines Anbaus oder eines Dachgeschossausbaus neu hinzugekommen sind. Beim Beitrag für die Wasserversorgung gelten aber auch teilweise andere Bewertungsgrundlagen. So sind z.B. auch landwirtschaftliche Ställe beitragspflichtig.

Die Beitragsbescheide werden die Grundstückseigentümer im Laufe des Jahres 2019 erhalten (wahrscheinlich Spätsommer). Der Beitrag selbst wird in zwei Raten zu zahlen sein. Die Bürger werden rechtszeitig von der Stadtverwaltung informiert, wann sie mit den Beitragsbescheiden rechnen müssen.

Der nicht über Beiträge zu finanzierte Anteil von ca. 100.000 Euro fließt in die Gebührenkalkulation ein. Dies führt dann zu einer leichten Erhöhung der Verbrauchgebühr um 0,03 € pro m³ entnommenen Wassers.

Nochmals wichtig!
Dieser Verbesserungsbeitrag wird nur von den Grundstückseigentümern erhoben, die an der Wasserversorgung Heideck-Liebenstadt angeschlossen sind. Dies sind die Orte Heideck (mit Schloss Kreuth) Liebenstadt, Altenheideck und Tautenwind. Alle anderen Ortschaften werden vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Laibstadt-Schloßberg-Gruppe versorgt. Dort werden derzeit keine Verbesserungsbeiträge erhoben.