Bericht zum 3. Landkreisspezialitätenmarkt

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Der historische Marktplatz von Heideck erlebte am Sonntag die dritte Auflage des Landkreis-Spezialitätenmarkts. Von einem weißblauen Himmel strahlte die Sonne, sodass sich schon lange vor der offiziellen Eröffnung zahlreiche Besucher um die rund 40 Stände drängten. Fast alle Aussteller stammten aus dem Landkreis Roth. Dieser Markt soll dazu beitragen, vor allem die kulinarischen Besonderheiten unserer Region noch besser kennenzulernen oder neu zu entdecken. Da kamen die angebotenen Kostproben gerade recht, ganz abgesehen von den vielen käuflich zu erwerbenden kulinarischen Schmankerln.

„Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“, stimmte die Stadtkapelle Heideck an und die Klänge des Frankenlieds mischten sich in das Glockengekäut der angrenzenden Stadtpfarrkirche. Lukas Matern, der Dirigent, gab mit seiner Ganschhorn-Trompete das schmissige Tempo vor. „Seid gegrüßt, ihr lieben Leut!“, sang der Landfrauenchor von Waltraud Tschannerl, dirigiert von Heidi Steiner, und leitete damit zur offiziellen Eröffnung des Marktes über.

Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeister Ralf Beyer begrüßten die vielen Marktbesucher, darunter zahlreiche Vertreter der Politik und der Kirche. Ein besonderes Willkommen galt der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die ein treuer Gast bei besonderen Anlässen in Heideck ist. Aber auch Edeltraud Stadler als Stellvertreterin des Landrats, Kreis- und Stadträte und die Bürgermeister umliegender Gemeinden wurden herzlich willkommen geheißen. Einen Glanzpunkt setzten gleich zwei anwesende Königinnen, nämlich die Fränkische Spargelkönigin Theresa Bub und die 2. Fränkische Seenlandkönigin Katharina Strobl. „Wir müssen ein Bewusstsein schaffen, dass wir (in unserem Landkreis) was Gutes ham“, forderte Landrat Eckstein, und auf die Bedeutung dieses Marktes hinweisend, fuhr er fort: „Wie sollen Andere das sonst wissen?“ Ein Dank galt der städtischen Mitarbeiterin Gaby Huber und Thomas Pichl vom Landratsamt Roth für die Planung, sowie dem Kreisbauhof und dem städtischen Bauhof für den Marktaufbau. Landrat Eckstein appellierte eindringlich an die Verbraucher, heimische Produkte zu unterstützen. Bürgermeister Beyer gab der Hoffnung Ausdruck, dass dieser Spezialitätenmarkt zur Tradition werde.

Drei der Ausstellerinnen und Aussteller wurden auf der Bühne besonders präsentiert: Sandra Schuster betreibt erfolgreich die „kleine markthalle“ in Heideck, Familie Stallwitz aus Rudelsdorf hat sich auf Forellenzubereitung spezialisiert und Franz Josef Huber hält in Schlossberg „glückliche Wagyu-Rinder“, die Gourmetfleisch liefern. Weiterhin wurden die „Bio-Speis“ der Familie Harrer, der Spargelanbau der Familien Miederer / Maderer und die Erzeugnisse des Geflügel- und Schweinehofs der Familie Christ erwähnt. Alle drei sind im Heidecker Ortsteil Liebenstadt zu finden. Der Sojahof Bernreuther aus Landersdorf war mit seinen Erzeugnissen ebenso vertreten, wie die Anbieter von Kartoffelspirelli, Wildschwein-, Reh- und Hirschsalami oder Spargelbratwurst, veganer Backmischungen, gebratener Nudeln mit Bärlauch, Vollkorn-Crêpes, Holunder- und Lammspezialitäten, um nur einige zu nennen. Erstmals dabei waren Mathias Groß aus Herzogenaurach (Gutes aus Franken), Eric Jürgensen aus Roth (fine food), Harald Stallwitz aus Rudelsdorf (geräucherte Forellen), Margit Albrecht aus Georgensgmünd (Kräuter Grün), Fridolin Huber aus Heideck (Holzartikel) und der Kreisjugendring Roth (Kinderprogramm). Landwirtschaftsrätin Ute Mahl empfahl, dass die Verbraucher nicht nur Schnitzel und Koteletts essen sollten, sondern auch die anderen Teile des Tieres wie etwa Ochsenschwanz, Schweinszunge und Lammherz.

Ein besonders cleveres Angebot machte eine Brauerei aus Pyras. „Kaufe 1 Bier für den Preis von 2 und du bekommst 1 Bier gratis!“, war auf einem Schild zu lesen. Da war kaufmännisches Kalkulationsvermögen angesagt. Ein probates Mittel gegen Wildschäden lautete: „Rehe fressen unsre Wälder. Sauen verwüsten unsre Felder. Darum schlagt zurück: Esst mehr Wild!“

Der Alfershausener Koch Christian Winkler kreierte in einer Kochvorführung ein köstliches Gericht aus original regionalen Zutaten. Franz Josef Huber steuerte die Erklärungen bei. Zubereitet wurde Gedämpftes Roastbeef vom Wagyu-Rind, über Kräutersud gedämpft mit Spargelsalat.

Der Städtische Kindergarten zeigte eine ansprechende Tanzvorstellung. Das Spezialitätenmarkt-Quiz lockte mit original regionalen Preisen. „Welches Gericht kann man am Spezialitätenmarkt probieren?“, lautete eine der Fragen. Zur Auswahl standen: Chicken-Nuggets, gebratene Nudeln mit Bärlauch und Kloß mit Soß. Angesichts des Marktmottos original regional fiel die Antwort nicht schwer. Die Heimatkundliche Sammlung im Rathaus lud zu einem Besuch ein.

Mit dem Hannes-Wader-Titel „Heute hier, morgen dort“ begann die Lehrerhaus-Musik unter der Leitung von Claus Raumberger traditionell die swingende Unterhaltungsmusik während des Nachmittags. Unterbrochen wurde das Konzert lediglich von der Ziehung der Preisträger.

Kaum war gegen 17 Uhr der Markt zu Ende, fielen auch schon erste Regentropfen.