25-jähriges Jubiläum der Mittagsbetreuung

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GMS Heideck Mittagsbetreuung Team mit Ehrengaesten und KindernDas, worüber andernorts noch diskutiert wird, gibt es in Heideck bereits seit 25 Jahren. Die Rede ist von der Mittagsbetreuung an der Grund- und Mittelschule. Nun es das in einem kleinen Fest gebührend zu feiern.

Angelika Fürsich, die Leiterin der „MITTI“, wie die Mittagsbetreuung GMS Heideck Mittagsbetreuung Quizauch genannt wird, konnte neben den Kindern und ihren Angehörigen auch die Vertreter der Kirchen, nämlich Pfarrerin Beate Krauß und Stadtpfarrer Josef Schierl, den Bürgermeister der Stadt Heideck, Ralf Beyer und Schulleiterin Martina Wirsing begrüßen. Ein besonderer Gruß galt der früheren MITTI-Leiterin Gerlinde Struller. Angelika Fürsich lobte die allzeit gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung und brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass ab Herbst ein „Bufti“, ein im Bundesfreiwilligendienst tätiger Helfer, die Arbeit der Mittagsbetreuung unterstützen werde.

Als im Jahr 1994 die Mittagsbetreuung an der Volksschule Heideck von Inge Brandl-Herrmann eingeführt wurde, war das die erste ihrer Art im Landkreis Roth gewesen. Was als große Hilfe für berufstätige Mütter gedacht war, stieß allerdings nicht von allen auf Verständnis. „Die sollen doch daheim bleiben und ihre Kinder selbst betreuen“, hatten kritische Stimmen verlauten lassen. Doch inzwischen ist diese Einrichtung schon lange ein Erfolgsmodell geworden. Die Zahl der Kinder ist von damals 27 auf heute 40 gestiegen. Zunächst war lediglich ein Zimmer im Erdgeschoss des Anbaus zur Verfügung gestanden. Dieser und weitere Räume werden heute vom Kinderhort genutzt. Als die Mittelschulklassen aus Heideck abgezogen worden waren, standen die fünf Schulzimmer nicht etwa leer, sondern wurden nach und nach sinnvoll von der Mittagsbetreuung genutzt. Unter anderem sind Spiel-, Lese- und Kuschelecken eingerichtet. Es ist Platz für Hausaufgaben- und Leseräume. Da darf gebastelt werden und selbst ein Computer steht zur Verfügung. Jeden Tag gibt es ein warmes und reichhaltiges Mittagessen, das vor Ort zubereitet wird. Danach können die Kinder die Außenanlage und die Sporthalle der Schule nutzen. In der verlängerten Mittagsbetreuung besteht anschließend die Möglichkeit, die Hausaufgaben unter Aufsicht zu erledigen. Neben der Leiterin Angelika Fürsich werden die Kinder von Silke Wohlmuth, Petra Kirchdorffer, Helga Hausner, Lisa Barth und Daniela Pappenheimer betreut. Mit etwas gemischten Gefühlen sieht man allerdings dem Jahr 2025 entgegen. Dann soll nämlich anstelle der Mittagsbetreuung die Offene Ganztagsschule eingeführt werden. Zumindest bis dahin will das MITTI-Team mit vollem Einsatz für die Kinder da sein.

Rektorin Martina Wirsing, die Hausherrin, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Mittagsbetreuung, zu der ihr „unendlich viel“ eingefallen wäre. Eine Zeit ohne diese Einrichtung, sei kaum noch vorstellbar und das könne auch wohl keine andere Einrichtung leisten. Gemeinsam sei man immer auf der Suche nach Lösungen, gerade auch bei der Zimmersuche im Schulgebäude. Der Wechsel innerhalb der Gruppe habe der tollen Zusammenarbeit keinen Abbruch getan. Außerdem spüre man, dass das angebotene Mittagessen von Frauen zubereitet wird, „die auch wirklich kochen können.“

Auch Bürgermeister Ralf Beyer, die Stadt Heideck ist die Trägerin der Einrichtung, war voll des Lobes. Niemand könne Kinder besser betreuen als die Mütter. „Wir wollen die Mittagsbetreuung so lange wie möglich erhalten“, versprach er. „Ihr gehört zur Stadt Heideck, aber wir haben wenig zu tun mit euch, denn alles läuft wie von selbst“, fügte der Bürgermeister hinzu. Alles komme der nächsten Generation zugute, und vielleicht gebe es einmal ein 50-jähriges Jubiläum.

Die Mitarbeiterin Silke Wohlmuth hatte ein Quiz vorbereitet, in dem Bürgermeister Beyer, Rektorin Wirsing und Gerlinde Struller als Kandidaten auftraten. Was wohl die am häufigsten gestellte Frage der Kinder sei, sollte erraten werden. „Was gibt es heute zum Mittagessen?“ lautete die richtige Antwort, die von allen richtig aufgeschrieben wurde. Als erstes müsse man außerdem die Hände waschen und für Fleischgerichte müsse man vier Kilogramm Fleisch einkaufen waren einige der weiteren Lösungen. Als etwas ungewöhnliche Preise erhielten die Kandidaten den Auftrag Eis und Gummibärchen zu kaufen. Die Siegerin wurde dazu verpflichtet, Pfannkuchen für alle Kinder zu backen. Da allerdings entschloss man sich, diese Aufgabe gemeinsam anzugehen.

Mit „Hallo Zauberer!“ begrüßten zum Abschluss die Kinder den Zauberkünstler Sebastian Lehmeier, der sie mit überraschenden Zaubertricks in seinen Bann zog.